Volkshochschule Schwedeneck und Landesjagdverband laden zu Wanderung im Lehrrevier ein

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Hauptdarsteller bei der geführten Wanderung durch das Hegelehrrevier in Grönwohld war die Natur. Allerdings gab sich Moppel, der dreijährige Deutsch-Drahthaar-Rüde alle Mühe, sich in den Vordergrund zu spielen. An der Seite von Revierjagdmeister Christopher von Dollen führte der Jagdhund eine gut 20 Köpfe zählende, interessierte Gruppe vorbei an einer mit Obstbäumen gesäumten Äsungsfläche, einer Auswahl der häufigsten Wildkräuter Schleswig-Holsteins, den Bäumen des Jahres der vergangenen 21 Jahre, Bienenweiden, Teichen, über die alte Steilküste, durch den Wildtunnel unter der Bäderstraße - und zurück. Für von Dollen hat die Veranstaltung von Landesjagdverband und Volkshochschule Schwedeneck ein elementares Ziel: "Naturverbundenheit stärken".

Nun war den Teilnehmern schon eine überdurchschnittliche Naturaffinität anzumerken, immer wieder war jedoch ein "Aha" zu hören, und staunende Gesichter gab es auch. Eberhard Kurschus (75, Kleingärtner mit großem Garten) aus Suchsdorf zeigte sich verwundert, dass die Höhe für die Anbringung eines Nistkastens sich danach richten dürfe, wie leicht man zur Reinigung herangelange. "Den Katzen oder anderen Nesträubern ist es egal, ob er in 1,60 Metern oder in fünf Metern Höhe hängt", erläuterte der Revierjagdmeister. Die Teilnehmer besuchten den Stall der Frettchen, die zu Jagdzwecken eingesetzt werden, machten sich ein Bild von der Geschichte der Fallenstellerei und hörten Wichtiges zum notwendigen Ausgleich in der Natur durch Menschenhand.

Zum Abschluss gab von Dollen noch Antworten auf verschiedene Fragen wie zum Beispiel "Wann ist ein Wald ein Wald?" Antwort: "Ab 0,3 Hektar." Erstaunlich klein. Zurück zu Moppel: Auf das Kommando "Verloren Apport!" folgte der Hund der Spur seines Herrchens zurück und brachte ein auf dem Weg "verlorenes" Mobiltelefon wieder - vorsichtig zwischen den Zähnen. Unversehrt brachte Moppel auch einen Wasservogel aus einem der künstlich angelegten Teiche. Die Kommandos "Sitz", "Apport" und "Aus" durfte der zehnjährige Leon, der in Sichtweite zum Hegelehrrevier wohnt, geben. "Ich bin gerne im Wald und wollte mal sehen, was der Förster zu sagen hat", umschrieb der Viertklässler seine Motivation für die Teilnahme am Rundgang. Bald wird er wieder in diesem Wald sein - mit seinen Klassenkameraden im Rahmen der Veranstaltung "Lernort Natur".

 

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