Sucheinsatz vor der Wiesenmahd

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Junge Hasen, Rebhühner, Kiebitze und Kitze - sie alle suchen sich im hohen Gras auf den Weiden ein geschütztes Plätzchen. In diesen Tagen steht jedoch das Mähen auf 50 Hektar solcher Flächen im östlichen Wohld an. Damit die Jungtiere nicht unter die Räder der großen Maschinen geraten, sucht Revierjagdmeister Christopher von Dollen die Flächen vorher mit seinen Hunden ab.

Besonders Rehkitze seien gefährdet, sagt von Dollen, während er seinen Vorstehhund Moppel mit Pfiffen durch das hohe Grün steuert. Droht Gefahr, rollen sie sich ein und bleiben regungs- und lautlos liegen. Auch gäben sie keinerlei Witterung ab, was bei Raubtieren zwar hilfreich, bei Mähmaschinen jedoch tödlich sei, so von Dollen. Um die Ricke dazu zu bringen, für sich und ihr Junges einen anderen Platz zu suchen, geht er mit seinen Hunden oder auch einer Gruppe aus dem Kindergarten die Fläche ab. Finden sie noch ein Kitz, wird es eingehüllt in viel Gras von der Wiese getragen. Durch Rufe findet die Mutter es später wieder. "Gestern morgen haben wir auf einer Koppel, die abends gemäht werden sollte, vier Kitze gefunden. Da ist man schon stolz, dass man sie davor bewahrt hat, elendig einzugehen", sagt von Dollen. Denn gerät ein Kitz in die Maschine, ist es selten gleich tot, aber immer schwer verletzt.

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