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Schwarzwild - Empfehlungen

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Keiler Sch. DSchwarzwild ist südlich des NOK in regional sehr hohen Beständen vorhanden und seine Ausbreitung im Norden des Kanals scheint unaufhaltsam. Eine Zunahme der Jahresstrecke in den letzten 25 Jahren im Lande von 1700 auf 8400 Stück spricht für sich.

Für Schwarzwild gibt es weder einen Abschussplan noch Hege- und Bejagungsrichtlinien des Landes. Desto wichtiger ist eine verantwortungsvolle Abstimmung über den Umgang mit unserem Schwarzwild über Reviergrenzen hinaus für möglichst große Räume. Zum Teil wird diese Aufgabe schon heute von Hochwildhegegemeinschaften oder speziellen Schwarzwildhegegemeinschaften übernommen. Dieses Vorgehen wäre für das Gesamtverbreitungsgebiet des Schwarzwildes wünschenswert. Angesichts der erheblichen Wildschadensproblematik in der Landwirtschaft und der jährlich schwankenden Vermehrungsrate sollten möglichst allgemein anerkannte Bejagungsgrundsätze in allen Schwarzwildrevieren beachtet werden. Der Frischlingsanteil an der Gesamtstrecke sollte mindesten 70 % betragen. Bis zu 80 % wären wünschenswert. Wir können gar nicht "zu viele" Frischlinge strecken. Der Überläuferanteil an der Gesamtstrecke braucht dann 15 % nicht zu überschreiten. Einzeln ziehende Überläufer sollten grundsätzlich nicht beschossen werden. Aus der Rotte sollte immer das schwächste Stück erlegt werden. Im Normalfall brauchen wir nicht gezielt auf Bachen zu jagen, da leider nicht ganz vermeidbare Fehlabschüsse und der Straßenverkehr das für uns erledigen. Mittelalte (2-4 jährige) Keiler sollten geschont werden. Bei den alten Keilern (5 Jahre u. älter), sollte der Streckenanteil keinesfalls mehr als 5 % betragen. Bei Einhaltung dieser Grundsätze werden die Schwarzwildbestände uns zahlenmäßig nicht aus dem Ruder laufen, das Geschlechterverhältnis 1:1 wird nicht einseitig verändert, der Sozialaufbau artgerecht gehalten und das unnatürliche Frischen zu allen Jahreszeiten wird vermieden. Zur Belohnung werden wir auch tatsächlich reife Keiler strecken können, deren Erlegung der eines Erntehirsches der Klasse I entspricht und dementsprechend selten sein wird.

Auch über die Bejagungsmethoden sollte großräumig Einigkeit bestehen. Die Einzeljagd wird notgedrungen überwiegend an der Kirrung erfolgen. Diese darf aber nicht zur Fütterung ausarten. Als Kirrmittel sollten möglichst nicht der – fast überall verwendete – Mais, sondern eiweißreiche Futtermittel wie Erbsen, Bohnen oder Soja benutzt werden.
Bei Gesellschaftsjagden sollten konsequent nur Frischlinge freigegeben werden. Die Gesellschaftsjagd in Verbindung mit der Erntearbeit sollte aus Gründen der Unfallverhütung, aber auch aus jagdethischen und tierschutzrechtlichen Gründen unterbleiben. An die so genannten "Maisdrückjagden" sind höchste Sicherheitsansprüche zu stellen. Hochläufige Hunde sollten bei der Gesellschaftsjagd auf Schwarzwild nicht eingesetzt werden. Die Schützen stellen wir nicht an die Deckungskante (Mais, Getreide, Schilf o. Ä.), sonder weit abgesetzt, so dass sie Überblick haben, das Wild kommen sehen und vor dem Schuss ansprechen können. Häufig werden Reviergrenzen übergreifende Gesellschaftsjagden wesentlich erfolgreicher sein.

An jedem erlegten Stück Schwarzwild sollten wir sorgfältig Geschlecht, Alter und das Gewicht (aufgebrochen, mit Kopf, Läufen und Schwarte) feststellen und notieren. Diese Angaben stellen wir für den Gesamtlebensraum getrennt nach den Alterklassen (Frischlinge, Überläufer, mittelalte, alte Sauen) und nach den Geschlechtern zusammen. Daraus können wir die Erreichung der selbst gesetzten Ziele, Fehlentwicklungen und besondere Auffälligkeiten ableiten und diese Erkenntnisse bei unserem gemeinsamen Vorgehen im Folgejahr berücksichtigen.

Bei allem wollen wir nicht vergessen, dass auch für die Bejagung des Schwarzwildes Waidgerechtigkeit als oberstes Gebot gilt.


Arbeitskreis Schalenwild
 



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Termine

Helfer für den Landesbläserwettbewerb gesucht
Beginn: 20.10.2017, 14:00
Ort: Husum

Jagd- und Naturschutzseminar/ Jagdaufseherschulung 2018
Beginn: 25.01.2018, 09:00
Anmeldeschluss: 15.01.2018, 16:00
Ort: Osdorf (bei Gettorf/ Eckernförde)„Dibbern´s Gasthof“, Tel.: 04346 – 8700

Bläserseminar
Beginn: 16.02.2018, 17:00
Anmeldeschluss: 07.01.2018, 23:00
Ort: Rendsburg

Wild- und Jagdschadensseminar
Beginn: 27.04.2018, 09:00
Ort: Holstenhallen Neumünster, Neumünster

Landesbläserwettbewerb 2018
Beginn: 17.06.2018, 08:00
Ort: Husum


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