Dellstedter Birkwildmoor" als Naturschutzgebiet des Jahres ausgezeichnet

Drucken
DELLSTEDT. Das "Dellstedter Birkwildmoor", Kreis Dithmarschen, ist das Naturschutzgebiet des Jahres 2009. Die Auszeichnung überreichte heute (10. August) Umweltstaatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius im Rahmen einer Ortsbesichtigung. Gleichzeitig ehrte er Dr. Kuno Brehm aus Bokelholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, für seine langjährige, ehrenamtliche Arbeit im Naturschutz. Beide Auszeichnungen werden in diesem Jahr erstmalig in Schleswig-Holstein vergeben, um das ehrenamtliche Engagement für den Naturschutz und seine Erfolge zu würdigen.

Die Auswahl des "Dellstedter Birkwildmoor" als das Naturschutzgebiet des Jahres begründete Staatssekretär Rabius damit, dass das Ministerium ein deutliches Zeichen für den Hochmoorschutz setzen will. In diesem Zusammenhang wies er auf das in Arbeit befindliche Hochmoorschutzprogramm hin. "Im Dellstedter Birkwildmoor sind mit Unterstützung des Runden Tisches zahlreiche Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung des wertvollen Hochmoores sehr erfolgreich umgesetzt worden".
Der Erfolg der Bemühungen lässt sich daran ablesen, dass heute im Dellstedter Birkwildmoor viele seltene Tier- und Pflanzenarten wie Sonnentau, Wollgras, Bekassine und Blaukehlchen beobachtet werden können. Seit neuestem brüten auf den wiedervernässten Flächen ein Kranichpaar und seltene Tüpfelsumpfhühner. Vom Aussichtsturm lässt sich ein wundervoller Blick über die Moorflächen genießen. Ein Rundwanderweg lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Naturkundliche Führungen in das Gebiet werden von ehrenamtlichen Betreuern und der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge und Westküste angeboten.

Schon seit langem hat sich Dr. Kuno Brehm ehrenamtlich für den Moorschutz in Schleswig-Holstein eingebracht. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Hochmoore mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten, sondern ganz aktuell auch um die Klimaschutzfunktion von intakten Mooren als Kohlenstoffsenken. Staatssekretär Rabius: "Ohne ein derartiges ehrenamtliches Engagement, wie es das Beispiel von Dr. Brehm zeigt, könnten die Ziele des Naturschutzes im Lande kaum so erfolgreich gestaltet werden".