Blühzeit für Jakobskreuzkraut – Umweltminister Robert Habeck: „Weitere Ausbreitung sollte so weit als möglich behindert werden.“

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JacobskreuzkrautSchleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck hat Bewirtschafter, Eigentümer und Pächter von Flächen aufgefordert, die Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes so weit als möglich zu behindern. „Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze in Schleswig-Holstein. Sie hat sich aber in den letzten Jahren sehr stark ausgebreitet. Alle Verantwortlichen für Flächen sind deshalb aufgefordert, mit geeigneten Bekämpfungsmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung vorzugehen“, sagte Habeck.

Vor dem Hintergrund des frühen Endes der Obst- und Rapsblüte hat das Ministerium alle öffentlichen Liegenschaftsverwaltungen wie Kreise, Gemeinden und öffentlich-rechtlichen Stiftungen angeschrieben, damit die dort Verantwortlichen geeignete Maßnahmen ergreifen, um die weitere Ausbreitung von Jakobskreuzkraut soweit wie möglich zu behindern. Dazu gehören insbesondere Mahd oder Mulchen.

Das Jakobskreuzkraut dient zahlreichen Insektenarten als Nahrungspflanze – hier die Raupen des Blutbär

 

 

 

Das Jakobskreuzkraut dient zahlreichen Insektenarten als Nahrungspflanze – hier die Raupen des Blutbär

Das Jakobskreuzkraut beginnt in wenigen Wochen zu blühen; es wächst an Bahndämmen, Straßenrändern, landwirtschaftlichen Flächen oder auch Naturschutzflächen. Jakobskreuzkraut enthält sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA), die in hoher Anreicherung gesundheitsschädigend sein können. Es kann in Heu und Silage gelangen und daher  insbesondere bei Pferden Krankheiten verursachen. Zudem können Pyrrolizidinalkaloide über Bienen, die Jakobskreuzkraut als Pollen-und Nektarlieferant anfliegen, in Honig gelangen.

Eine Broschüre zum „Umgang mit dem Jakobskreuzkraut – Meiden, Dulden, Bekämpfen“ mit einem entsprechenden Handlungskonzept finden Sie im Internet unter

http://www.schleswig-holstein.de/LBVSH/DE/DownloadPDF/broschLUR_juni13__blob=publicationFile.pdf

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