Kinder aus Tschernobyl

Drucken
Lernort NaturDrei Wochen verbrachten 16 Kinder aus Weißrussland auf Einladung des Vereins „Arbeitsgruppe Kinder aus Tschernobyl“ im Juni bei Gasteltern in und bei Gelting. Sie stammten aus Gegenden, die von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl in Mitleidenschaft gezogen wurden und noch sind. Auf die Kinder im Alter von rund 12 Jahren wartete ein umfangreiches Programm mit interessanten Besichtigungen, Rundfahrten, dem Besuch von Tolk und kurz vor ihrer Rückreise nach Hause ein Waldspaziergang mit Jugendobmann Hans Bern- hold in der Nähe von Stoltebüll. Jäger Bernhold hatte von seinen Präparaten von Tieren unserer Heimat eine für die Gegend repräsentative Auswahl getroffen, die von Fuchs über Dachs bis zum Igel und  vom Steinkauz bis zum Uhu reichte. Im Die Kinder sollten die im Unterholz versteckten Tiere entdecken und Hans Bernhold erklärte und beantwortete, was sie alles zu wissen wünschten. Das Interesse war groß, denn die Kinder hatten bisher natürlich weder Fuchs noch Dachs aus so großer Nähe und in aller Ruhe betrachten noch die spitzen Fänge eines Bussards befühlen können. Bären und Wölfe gäbe es hier nicht, konnte Jäger Bernhold die Kinder beruhigen, wohl aber den Marderhund, der aus Südostasien über Weißrussland nach Deutschland gekommen sei und auch als Präparat vorhanden war.  Zum Abschluss bekam jedes Kind eine Anstecknadel mit verschiedenen Tierbildern und Hans Bernhold regte an, in die Malbücher der Kreisjägerschaft die russischen Namen unter die dort abgebildeten Tiere zu schreiben. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Klaus Boesselmann, der schon im vergangenen Jahr die damalige Gruppe zu Jugendobmann Hans Bernhold begleitet hatte, bedankte sich bei ihm mit einem „bis zum nächsten Jahr“.
Volkmar Gronau