Biologie in der Jagdhütte

Drucken
1b biologie in der jagdhuetteEinmal einen Marderhund streicheln, eine Eule ganzaus der Nähe betrachten und den Unterschied zwischen Feldhasen und Wildkaninchen kennen lernen, das erlebten jetzt Mädchen und Jungen im Rahmen einer Ferienpassaktion der Stadt Bad Schwartau. Mit Fahrzeugen ging es in das Lehrrevier der Kreisjägerschaft Lübeck nach Moorgarten, wo Jäger Ernst Pnischak schon auf die jungen Naturfreunde wartete. In der geräumigen Jagdhütte gab es eine Stunde Unterricht über die heimischen Wildtierarten. Mit dabei Jagdhund Sandro und die junge Pudelpointerhündin, die zurzeit auf ihre Herbstzuchtprüfung vorbereitet wird. So erfuhren die Kinder, dass solch eine Ausbildung zum brauchbaren Jagdhund immerhin zwei Jahre dauert. Doch diese Zeit investieren die Jäger, denn der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei Ausübung der Jagd ausgebildete Jagdhunde zur Verfügung stehen müssen. So wurden vor der Jagdhütte auch Apportier- und Gehorsamsübungen gezeigt und die freie Verlorensuche im deckungsreichen Gelände. Der morgendliche Ausflug führte dann in den nahen Wald. Hier konnten die Ferienpasskinder von einem Hochsitz aus das umliegende Gelände beobachten und schnell hatten sie ein am Waldrand stehendes Reh entdeckt. Eine Salzlecke wurde unter die Lupe genommen, Waldspiele folgten und beim Rückmarsch zur Jagdhütte knurrte hier und dort ein Magen. Frisch gegrillte Würstchen und kalte Getränke warteten auf die Teilnehmer und bei einem anschließenden Spiel konnten alle Kinder Preise gewinnen. Zum Dank überreichten die Schüler einen präparierten Haubentaucher, der in Zukunft für weitere Gruppen als Anschauungsmodell dienen wird. Ein Tag in der Natur, der allen Kindern Freude gemacht hat.
Gerd Kayser