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Jäger fördern begabte Schüler

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Tellerwurzel 6-kl

Die Schülergruppe des Enrichmentprojektes staunen über eine riesige Tellerwurzel, die sie bei einer Waldbegehung entdeckt hatten.
 
In der Schule hört man meistens – die Schwachen brauchen Hilfe- sie müssen gefördert werden. Doch was ist mit den Begabten am anderen Ende des Bildungsspektrums? Auch sie brauchen einmal besondere Aufmerksamkeit und wollen gefordert werden. Das hat das Bildungsministerium in SH erkannt und das sogenannte „Enrichment-Programm“ ins Leben gerufen. „Enrichment“ kommt natürlich aus dem Englischen und heißt so viel wie „Erweiterung – Bereicherung“. Die Horizonte der Schüler sollen erweitert werden mit sonst nicht im Unterricht vorkommenden Themen. Im Gebiet von Schleswig-Holstein gibt es neun Zentren, die jeweils Kurse (6 bis max. 14 Teilnehmer) für die Begabten anbieten. Die Schüler werden von den teilnehmenden Schulen ausgewählt – zu den „Nominierten“ zu gehören, ist eine begehrenswerte Auszeichnung. Es können alle Schulen von den Grundschulen, über die Gemeinschaftsschulen bis hin zu den Gymnasien mitmachen.
 
Für die Schulen Rendsburgs wurden u.a. folgende Themen angeboten – Wie mache ich ein Radioprogramm – Astronomie, Sterne & Weltraum – Ballistik mit selbstgebautem Pfeil und Bogen – Programmieren von Computerspielen – Geocaching – Theater und Kunstprojekte – Wie mache ich eine Zeitung - Unsere heimische Tierwelt in Wald und Flur.
 
Das Thema über die Tierwelt bot ein Jäger an – Jörn Neupert aus dem Hegering Hohner Harde. Das Projekt gliederte sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Über mehrere Wochen traf man sich im Klassenraum oder in der Natur. Im ersten Teil musste jeder Schüler sich zwei Tiere wählen, die er in einem kleinen Referat seinen Mitschülern vorstellte. Anhand von Bildern, Texten und Präparaten erfuhren die Mitschüler von den Eigenarten z.B. des Marderhundes, des Waschbären, des Rehwildes oder aber des Seeadlers. Bei der Waldbegehung unter der Führung des Fockbeker Försters Hans Boysen staunten die Schüler über die Folgen des Orkans Christian, als sie vor einer riesigen Tellerwurzel standen. Hier mussten die Schüler ein kleines Loch in den Boden graben und stellten dann schnell fest, dass sie nicht weiterkamen, weil sie auf eine harte Schicht stießen (Orststein), durch die der Baum seine Wurzeln nicht in die Tiefe wachsen lassen konnte – so war allen klar, warum der riesige Baum umgestürzt war. Nicht nur das Wild nascht von den Kräutern des Waldes, auch die Schüler waren erstaunt, wie gut z.B. der Sauerklee schmeckt.
 
Höhepunkte des Projektes waren natürlich die abendlichen Ansitze mit Jägern aus der Nübbeler Jagd. Jeder Jäger nahm ein oder zwei Schüler mit und wartete auf den Hochsitzen auf das Wild. Zeigte sich ein Reh, so wurde schon gefachsimpelt, ob es eine Ricke, ein junger oder alter Bock war. Im Klassenzimmer war ja alles besprochen, doch in der Praxis sieht es meist etwas anders aus. An einem Abend entdeckte ein Jäger einen Rehbock, der sich eigenartig verhielt. Es stellte sich heraus, dass er laufkrank war, also erlegte werden musste. Bevor Jäger und Schüler zum Ansitz aufbrachen, hatte der Jäger gefragt, ob er denn auch scharf schießen dürfe, falls es sich ergäbe.   Damit war dieser Schüler einverstanden – so konnte der Bock auch schnell erlegt werden. Als die gesamte Gruppe am Ende des Ansitzes wieder am Ausgangsort zusammenkam und von den Eltern abgeholt werden sollte, wurde der Bock nach traditioneller Weise versorgt: dem Jäger wurde der Bruch übergeben, der Bock wurde aufgebrochen und dann verblasen. So sahen alle am praktischen Beispiel, was passiert, bevor das Wild im Kühlregal oder in der Gefriertruhe liegt.
 
Sollte einmal ein Schuss daneben gehen und das Wild nicht in Sichtweit liegen, so zeigte an einem weiteren Tag eine kleine Münsterländerhündin wie sie einen Hasen findet und apportiert oder auch eine Ente aus dem Wasser holt. Die Schüler hatten zuvor die Hasenschleppe selbst gezogen und waren somit in die praktische Hundearbeit einbezogen.
 
Mit diesem Projekt ist der Erfahrungshorizont der begabten Schüler bestimmt um einiges erweitert worden, was die zufriedenen Gesichter beim Abschlussgrillen auch belegten.
 
Jörn Neupert

 

Verblasen-kl

 

ErlegtesReh-Garten-kl

 

 



Mond am 23.07.17
Abnehmende Sichel
Nächster Neumond:
Sonntag, 23.07.17
Nächster Vollmond:
Montag, 07.08.17

Termine

Jungjägerkompaktkurs 2017
Beginn: 28.07.2017, 08:00
Anmeldeschluss: 15.05.2017, 07:00
Ort: 25872 Ostenfeld (Nordfriesland)

Messer schleifen und räuchern
Beginn: 09.09.2017, 09:30
Anmeldeschluss: 24.08.2017, 12:00
Ort: Steganlage am Westensee, Langnis 1, 24259 Westensee

Zusatzprobe und Hauptprobe zur Landeshubertusmesse im Dom zu Schleswig
Beginn: 16.09.2017, 09:30
Anmeldeschluss: 08.09.2017, 23:00
Ort: Hohn - Schleswig

Obleutetagung der Landesbläserschaft
Beginn: 16.09.2017, 15:00
Anmeldeschluss: 08.09.2017, 12:00
Ort: Hohn, Hohe Str. 11

Junge-Jäger – Schießen 2017
Beginn: 23.09.2017, 08:00
Anmeldeschluss: 23.08.2017, 12:00
Ort: Schießstand Heede der Kreisjägerschaft Pinneberg

Landesparcoursschießen "Büchse"
Beginn: 30.09.2017, 08:00
Anmeldeschluss: 31.08.2017, 23:55
Ort: Schießstand Heede (KJS Pinneberg)

Landesparcoursschießen "Flinte"
Beginn: 06.10.2017, 08:00
Anmeldeschluss: 11.09.2017, 23:00
Ort: Schießstand Hasenmoor/Hartenholm

Landesbläserwettbewerb 2018
Beginn: 17.06.2018, 08:00
Ort: Husum


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