Jagdliche Praxis zeigt Biodiversität vor Ort

Vom 6. bis 13. September 2026 steht in Schleswig-Holstein die dritte Aktionswoche Biologische Vielfalt an. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein e. V. (LJV) begrüßt die Initiative des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (BNUR) und sieht darin eine gute Gelegenheit, praktische Naturschutzarbeit sichtbar zu machen. Aus Sicht des LJV braucht der Schutz biologischer Vielfalt mehr Wissen über Arten, Lebensräume und deren Nutzung – und genau das kann diese Aktionswoche vermitteln.

„Biologische Vielfalt lässt sich nicht abstrakt erklären. Sie wird dort verständlich, wo Menschen Arten kennenlernen, Lebensräume erleben und sehen, wie aktiver Naturschutz in der Fläche funktioniert“, sagt LJV-Präsident Wolfgang Heins.

Die Aktionswoche will die Bedeutung der Biodiversität mit Exkursionen, Bildungsangeboten und Mitmachformaten in den Mittelpunkt stellen. Gesucht werden Beiträge aus ganz Schleswig-Holstein – von Naturführungen über Artenkenntnis bis zu praxisnahen Angeboten für Kitas, Schulen und Erwachsene. Damit entsteht ein landesweites Programm, das fachliche Inhalte verständlich aufbereitet und unterschiedliche Zielgruppen erreicht.

Aus Sicht des LJV ist das ein sinnvoller Ansatz. Artenvielfalt entsteht nicht allein durch politische Ziele, sondern vor allem durch konkrete Arbeit im Lebensraum. Revierpflege, Biotopverbesserung, Artenmonitoring und Umweltbildung gehören dazu. Jagd kann hier Wissen aus der Praxis einbringen und dazu beitragen, ökologische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln.

Gerade in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein ist biologische Vielfalt eng mit der Nutzung von Landschaft verbunden. Entscheidend ist deshalb, Schutz, Pflege und nachhaltige Nutzung zusammenzudenken. Wo Menschen Verantwortung für Lebensräume übernehmen, wächst auch das Verständnis für die Anforderungen des Natur- und Artenschutzes.

Der LJV unterstützt deshalb Formate, die Biodiversität nicht nur als Leitbegriff behandeln, sondern als konkrete Aufgabe vor Ort begreifbar machen. Die Aktionswoche kann dazu beitragen, Fachwissen, Naturerlebnis und Verantwortung für die Kulturlandschaft sinnvoll zu verbinden.

Wie können Jägerinnen und Jäger mitmachen?

Das BNUR bündelt die Veranstaltungen in einem vielfältigen Programm für die öffentliche Veranstaltungsreihe sowie in einer
gesonderten Reihe für Schulklassen und Kitas:

  • Nutzen Sie für Ihre Anmeldung das beiliegende Formular.
    Für jede öffentliche Veranstaltung erhalten Sie vom Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR)
    eine Sockelpauschale von 30 Euro; Ihr weiteres Honorar wird über ein Teilnahmeentgelt abgedeckt.
  • Für jede Kita- oder Schulveranstaltung erhalten Sie pauschal 120 Euro.
  • Die Veranstaltergemeinschaft sorgt für intensive, landesweite Öffentlichkeitsarbeit und bietet so eine überregionale Plattform für Ihr Engagement.

Zudem empfiehlt das BNUR, Ihre örtliche Volkshochschule einzubinden – sie verfügt über umfangreiche Organisationserfahrung und Infrastruktur. Bitte nehmen Sie hierzu direkt Kontakt mit Ihrer VHS auf. Senden Sie Ihre Veranstaltungsvorschläge bitte bis zum 01.05.2026 mit dem Anmeldebogen n das BNUR zu. Das BNUR behält sich vor, eine Auswahl zu treffen, um ein ausgewogenes Programm zusammenzustellen. Die Aktionswoche Biologische Vielfalt braucht viele engagierte Unterstützer – bringen Sie Ihre Expertise und Ihr Engagement ein!

Alle wichtigen Informationen finden Sie im Anschreiben des BNUR: