Aus gegebenem Anlass (siehe: Myxomatose: Erste Fälle bei Feldhasen in Schleswig-Holstein bestätigt) informiert der Landesjagdverband regelmäßig über den aktuellen Stand bzgl. der Myxomatose beim Feldhasen in Schleswig-Holstein, wie er sich aus den Daten unseres Tierfund-Katasters ergibt.

Aus dem Arbeitskreis Niederwild: Auch in diesem Jahr wurden bereits vermehrt Verdachtsfälle von Myxomatose beim Feldhasen gemeldet. Der Landesjagdverband bittet daher alle Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein, aufmerksam auf verendete Feldhasen zu achten. Erstfunde im Revier sollten über die zuständigen Kreisveterinärämter beprobt werden. Funde und Verdachtsfälle sollten in jedem Fall mit Foto im Tierfund-Kataster gemeldet werden. Dafür kann die kostenlose Tierfund-Kataster-App genutzt werden. Nach Erkenntnissen des Friedrich-Loeffler-Instituts hat die Hasendichte nur geringen Einfluss auf die Verbreitung der Krankheit; entscheidender scheint die Dichte der Überträger, vor allem Stechmücken, zu sein. Im Jahr 2025 wurde die Myxomatose beim Feldhasen erstmals in Schleswig-Holstein nachgewiesen.

Seit dem ersten Nachweis der iberischen Variante der Myxomatose bei Feldhasen in Schleswig-Holstein im Juli 2025 lagen diverse Nachweise der Myxomatose vom Toledo-Stamm aus Schleswig-Holstein vor.

Die Verteilung der Nachweise zeigt, dass mittlerweile von einer weiten Verbreitung des Virus in Schleswig-Holstein ausgegangen werden muss. Einsendungen an das Landeslabor zur Untersuchung auf Myxomatose sind nach vorheriger Abstimmung mit dem jeweils zuständigen Veterinäramt für Jägerinnen und Jäger grundsätzlich weiterhin möglich und kostenfrei. Aufgrund der mittlerweile zahlreichen vorliegenden Befunde wird dabei um Einsendungen zur Untersuchung auf Myxomatose ausschließlich von auffälligen Tieren, die aus bisher nicht betroffenen Kreisen und kreisfreien Städten oder aus bisher nicht betroffenen Ämtern in bereits betroffenen Kreisen stammen, gebeten. Die Kreise und kreisfreien Städte sind seitens des Landwirtschaftsministeriums informiert.

Wir bitten landesweit alle Jägerinnen und Jäger aufmerksam auf verendete Feldhasen zu achten und Erstfunde im Revier über die Kreisveterinärämter beproben zu lassen und alle Funde bzw. Verdachtsfälle im Generellen  im Tierfund-Kataster mit Foto zu melden. Nutzen Sie hierzu einfach die Tierfund-Kataster-App.

Download unter:

Google Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.duf.totfund&hl=de

App Store von Apple: https://apps.apple.com/de/app/tfk/id551640662

Die folgenden Abbildungen zeigen den Stand vom 22.05.2026: