Anzahl der vom FLI bestätigten, mit der ASP infizierten Wildschweine in Deutschland: 2.054

Am 12. August wurde die Afrikanische Schweinepest erstmals im Landkreis Uckermark amtlich bestätigt. Südwestlich von Criewen auf dem Gebiet des Nationalparks „Unteres Odertal“ ist das Virus bei einem erlegten Frischling festgestellt worden. Ende Juli wurde bereits auch im Landkreis Barnim die ASP bestätigt. In Brandenburg sind nun sechs Landkreise und eine Stadt von der ASP betroffen. 

Eine Übersicht über die Restriktionszonen in Brandenburg und Sachsen gibt es HIER

Unter dem folgenden Link finden Sie eine Übersicht über die einzelnen Funde des TSIS (Tierseucheninformationszentrum): Tierseuchenabfrage ASP

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Virusinfektion, die zu hoher Sterblichkeit in Haus- und Wildschweinpopulationen führt. Die Ansteckung kann wie bei der europäischen Schweinepest durch direkten Kontakt mit infizierten Individuen, als auch indirekt über die Futteraufnahme oder durch kontaminiertes Material erfolgen.

Die Europäische Union erreichte das Virus Anfang 2014. Es wurde vermutlich 2007 über den Schwarzmeerhafen Poti in Georgien aus Afrika auf das eurasische Festland eingeschleppt.

Anzahl der vom FLI bestätigten ASP-Fälle bei Schwarzwild in Brandenburg:

Fundort Anzahl
Landkreis Spree-Neiße 211
Landkreis Oder-Spree 808
Landkreis Märkisch-Oderland 271
Landkreis Dahme-Spreewald 76
Stadt Frankfurt (Oder) 227
Landkreis Barnim 17
Landkreis Uckermark 1

 

Anzahl der vom FLI bestätigten ASP-Fälle bei Schwarzwild in Sachsen:

Fundort
Anzahl
Landkreis Görlitz 443
Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut und BMEL / Stand 03.09.2021

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Virusinfektion, die zu hoher Sterblichkeit in Haus- und Wildschweinpopulationen führt. Die Ansteckung kann wie bei der europäischen Schweinepest durch direkten Kontakt mit infizierten Individuen, als auch indirekt über die Futteraufnahme oder durch kontaminiertes Material erfolgen. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am 10. September den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg bestätigt. Der stark verweste Kadaver eines Wildschweins wurde wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden.

Die Euopäische Union erreichte das Virus Anfang 2014. Es wurde vermutlich 2007 über den Schwarzmeerhafen Poti in Georgien aus Afrika auf das eurasische Festland eingeschleppt. Aktuell gab es in der Europäischen Union, im ersten Halbjahr 2020 annähernd doppelt so viele Ausbrüche der ASP bei Wildschweinen als in der Vorjahresperiode.Spitzenreiter sind Ungarn mit 2.938 und Polen mit 2.737 ASP-Infektionen im Wildschweinbestand. Beide Länder übertreffen damit schon im ersten Halbjahr 2020 die ASP-Virusnachweise des gesamten Kalenderjahres 2019.

Hier erhalten Sie genaue Informationen über den chronologischen Verlauf der ASP in Brandenburg und Sachsen

Die Jagdverbände rufen alle Jägerinnen und Jäger, Landwirte, Forstleute und Erholungssuchende zu erhöhter Aufmerksamkeit auf: Wildschweinkadaver sollten in jedem Fall dem zuständigen Veterinäramt oder über den Notruf gemeldet werden. Tote Wildschweine, die über die App des Tierfund-Katasters (www.tierfund-kataster.de) gemeldet werden, erreichen direkt das FLI und gehen von dort an das zuständige Veterinäramt. Ein Kadaver sollte in jedem Fall gesichert werden. Das weitere Vorgehen sollte bei einem Fund mit dem Veterinäramt abgestimmt werden: Das ASP-Virus überlebt selbst im Schlamm eines Radkastens über 100 Tage – das Verbreitungsrisiko ist entsprechend groß. Ein Transport ist nur in dichten Spezialbehältern sicher. Kleidung, Schuhe und weitere Gegenstände sollten nach Kontakt mit verdächtigen Kadavern desinfiziert werden. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich. Infizierte Haus- und Wildschweine sterben innerhalb weniger Tage. Der DJV hat wichtige Fragen zur Afrikanischen Schweinepest in einem Papier beantwortet. Weitere Informationen zur ASP sowie den Symptomen und Krankheitsbildern finden Sie in der Broschüre: „Wissenswertes zur Afrikanischen Schweinpest“

 

Informationen für Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein:

Hier finden Sie die Liste der Sammelstellen für Fallwild und Aufbruch

Hier finden Sie das Merkblatt zur Beprobung von Wildschweinen zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest

ASP-Info: Antragsformular zur Aufwandsentschädigungen im Zusammenhang mit der ASP

ASP-Info: Probenbegleitschein – Amtliches Schwarzwild-Monitoring

ASP-Info: Gefahr Afrikanische Schweinepest – Vorbeugende Maßnahmen für Jäger

ASP-Info: Afrikanische Schweinepest beim Schwarzwild – Hinweise zur ASP-Früherkennung

 

Informationen für ausländische Jagdgäste:

ASP-Info: Gefahr Afrikanische Schweinepest – Merkblatt für ausländische Jagdgäste

ASP-Info: Gefahr Afrikanische Schweinepest – Merkblatt für ausländische Jagdgäste (Englisch)

ASP-Info: Gefahr Afrikanische Schweinepest – Merkblatt für ausländische Jagdgäste (Französisch)